Tai Chi- spielend Energie steigern

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Tai Chi- spielend Energie steigern

Im Tai Chi spiegelt sich
das Spiel von Ying und Yang!

Das Tai Chi stammt ebenso wie Qi Gong aus China. Der Unterschied zwischen Qi Gong und Tai Chi liegt neben den Übungsreihen in der Absicht der Übung. Während Qi Gong hauptsächlich praktiziert wurde, um dem Übenden Gesundheit und ein langes unbeschwertes Leben zu bescheren, gilt Tai Chi als eine Art der Selbstverteidigung. Beim Tai Chi handelt es sich um eine Kampfkunst, die darauf abzielt mit Chi zu kämpfen ober besser gesagt sich zu verteidigen. Denn kein Tai Chi – Meister wird bewusst in einen Kampf eintreten, um sich anderen gegenüber zu profilieren.

Lange Zeit war es den Menschen in China untersagt, sich mit Waffengewalt gegenüber Angreifern zu verteidigen. Körperliche Abwehrtechniken hingegen wurden von der Regierung toleriert und somit entstanden zahlreiche Kampfkünste wie auch das Tai Chi, das dazu diente mit der Kraft des Chi den Gegner abzuwehren. Sieht man einige Tai Chi-Kämpfe, so wundert man sich oft als Außenseiter, warum durch relativ unbedeutende Angriffe beziehungsweise Stöße der Gegner zu Boden geworfen wird. Was man jedoch als Beobachter nicht sehen kann, ist die Kraft des gegnerischen Chi’s, die auf den Angreifer ausgeübt wird. Diese kann stärker sein, als jeder körperliche Kraftakt.

Darum werden innere Kampfkünste in China über die äußeren d.h. körperbetonten gestellt. Als Grundregeln beim Tai Chi gelten, „gehe zurück, wenn der Angreifer dich attackiert und greife an, wenn der Gegner zurückweicht“. Das ist das Wesen des Tai Chi – nämlich der Wechsel zwischen Yin und Yang – oder dem Angreifen und Zurückweichen, der einem Tanz der Mächte gleicht.

Wer in der heutigen Zeit Tai Chi praktiziert, übt diese Kampfkunst nicht aus, um sich zu verteidigen, sondern um sich im Einklang mit dem eigenen Chi zu bewegen. Denn so wie beim Qi Gong kann der Übende durch das Praktizieren von Tai Chi seine Chi-Reserven im Körper aufbauen und lernen, sich im Fluss des Qi zu bewegen. Anders als beim Qi Gong, welches durch gleichbleibende Übungssequenzen geprägt ist, handelt es sich bei  Tai Chi um komplexe Übungsreihen. Bekannt ist zum Bespiel die Peking-Form, welche aus 24 aneinander gereihten Bewegunsfolgen besteht. 

Natürlich gibt es noch andere Formen, dazu zählen unter anderem die 42er, 48er, 85er und 32er Taiji- Formen. Außerdem unterscheidet man Tai Chi auch nach den Stilen -  je nachdem aus welchem Bereich Chinas eine Übungsform stammt. In diesem Zusammenhang möchte ich weniger auf die Technik des Tai Chi eingehen. Diese kann man mit bestimmter Fachliteratur oder einem Tai Chi Kurs vertiefen. Vielmehr möchte ich darauf hinweisen, dass das Tai Chi eine Möglichkeit darstellt, dem Körper Chi hinzuzufügen. Denn diese fast meditativen Bewegungen fordern sehr stark den eigenen Geist. Absolute Konzentration ist die Voraussetzung für ein erfolgreiches Üben des Tai Chi. Wirkt der Übende unkonzentriert, so zerstreut sich das Qi und die Übungen werden kaum ausführbar. Auch hier gilt, das Qi folgt dem Yi, der sogenannten Vorstellungskraft oder dem Geist. In einem fiktiven Kampf ist absolute Konzentration unabdingbar. Man könnte sogar behaupten, dass derjenige, der zu einer höheren Konzentration fähig ist, das Qi des Kampfes beherrscht und für seinen Gegner unbesiegbar wird.

Quelle Fotos: pixabay.com