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Psalm 22 – Der Osterpsalm

Psalm 22 – Der Osterpsalm

Ostern naht und wer denkt in diesen Tagen nicht an den christlichen Hintergrund des Osterfestes, welchem eine höhere Bedeutung beigemessen wird, als dem Weihnachtsfest. Ostern symbolisiert sozusagen die Basis des christlichen Glaubens. Die Grundaussage des Osterfestes ist nicht nur das Sterben Jesu für seine Anhänger, sondern vielmehr die Auferstehung und das Leben nach dem Tode. Gerade wenn die österliche Zeit sowie die Fastenzeit anbricht, liest man hin und wieder in den christlichen Texten und verdeutlicht sich den Ursprung des eigenen Glaubens. Ganz bedeutend sind hierbei die letzten Worte Jesu, bevor er am Kreuz stirb, welche im Markus und Matthäus-Evangelium (Mk 15,34 und Mt 27,46) nieder geschrieben sind.

„Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“  (Eloï, Eloï, lema sabachtani?)

Ich habe oft die Psalme des Alten Testaments gelesen. Denn speziell der Psalm 23 – also der Hirtenpsalm verbarg für mich eine Quelle der Wahrheit und Kraft. Aber der Psalm 22 war mir nie so richtig aufgefallen, bis mich jemand darauf hinwies, diesen genauer zu lesen. Der Psalm 22 beginnt mit den Worten: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?„. Lies man nun in den Psalm, erlebt man eindeutig ein Déjà-vu und fühlt sich an die Ostergeschichte erinnert. Man möge meinen, dass Jesus sich mit seinen letzten Worten beklagen wollte, aber eigentlich war es nur ein Hinweis für die Nachwelt den Psalm 22 noch mal genauer zu lesen. 

Wieso der Psalm 22?

Wer sich die Mühe macht und diesen Psalm hervorholt, liest in ihm den Leidensweg Jesu. Es ist erstaunlich, weil man das Gefühl bekommt, dass die Kreuzigung Jesu bis ins Detail im voraus in der Bibel enthalten war und genau an dieser Stelle von seinen „Darstellern“ darauf hingewiesen wird. Für einen gläubigen Christen mag diese Verknüpfung innerhalb der Bibel eine Vertiefung eines Glaubens darstellen. Diese gegenseitigen Verweise jedoch bergen jedoch eine tiefere Bedeutung. Denn hier spiegelt sich das Wesen der Bibel wieder. Welche nicht nur die Ansammlung von Geboten und Verboten darstellen soll, sondern das Wesen der Zeit in sich trägt. Es gibt eine ganz klare Aussage zu unserem Leben und unserer Welt und diese lautet:

es gibt nichts, dass es nicht schon gab

Jede Zeitepoche ähnelt einer bereits vergangen Zeit. Wer meint, dass die Welt sich auf ihre höchsten Errungenschaften hin entwickelt liegt hier eindeutig falsch. Denn speziell große Reiche und große Könige gab es schon seit Gedenken. Diese sind jedoch in Staub und Asche zerfallen, da Generation für Generation auf Hochmut und Respektlosigkeit gesetzt wurde. All jene großen Herrführer hatten alle ihre Neider und Gegner. Und wer in die Bibel blickt, wird an der einen oder anderen Stelle erkennen, dass sich die Geschichte unendlich wiederholt, bis das Sprichwort eintritt „Der Mensch denkt und Gott lenkt“. Besinnt euch auf euere Wurzeln! Im Zeichen von Ostern möchte ich euch darauf aufmerksam machen – nehmt euch einige Minuten Zeit, lest die Stellen Mk 15,34 und Mt 27,46 in den jeweiligen Evangelien und anschließend den Psalm 22. Und erkennt selber, wie sich alte Voraussagen aus der Bibel in der Bibel bestätigen. Dazu muss man im Übrigen kein streng gläubiger Christ sein – es reicht dazu das Herz an der rechten Stelle und einen klaren Verstand zu haben. Wir selber leben in einer momentan sich ändernden Zeit. Große Umbrüche stehen uns unweigerlich bevor. Die Anzeichen sind bereits sichtbar. Eine Krise folgt der nächsten.

Die ungewisse Zukunft

Der moralische Verfall in der Öffentlichkeit ist nicht zu übersehen und politische Aktivitäten sind mit Intrigen vergleichbar. Wo uns die Zukunft hinführt, weiß derzeit niemand nur Gott allein. Es ist jedoch für uns alle wichtig, sich auch in turbulenten Zeiten auf unsere Wurzeln zu besinnen, die jenseits dieser Welt liegen. Was uns in den Medien mitgeteilt wird und wie uns die Medien Trends und Nachrichten übermitteln ist nicht immer korrekt. Vieles wird so dargestellt, wie es Machthaber wollen. Leider sind diesem Trend der Zeit viele Menschen verfallen und merken gar nicht, dass sie sich in einem Sumpf aus Vorstellungen und Doktrinen befinden. Die Welt jedoch scheint nicht so, wie sie ist. Viele Werte verfallen momentan in der Gesellschaft, ohne dass wir es merken. Absichtlich werden wir durch die Medien abgestumpft, um den Sinn für die Realität zu verlieren. Aber speziell zu Ostern kann sich jeder etwas Zeit für sich nehmen und über seinen Ursprung nachdenken. Denn aus dem Jenseits kamen wir, und das Leben nach dem Tod ist unser aller Bestimmung. Welche Qualität dieses Leben haben wird, hängt von unserem momentanen Verhalten ab!

Quelle Foto: pixabay.com

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