Lebensenergie

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Was ist das energetische Wesen des Menschen?

Das Wesen der feinstofflichen Energie

In der westlichen Medizin findet der Ansatz der energetischen Heilung kaum Anerkennung. Handauflegen, Energiearbeit oder feinstoffliche Energien gelten häufig als esoterischer Humbug und unseriös. Sind diese Einstellungen berechtigt oder zeitgemäß, wenn ein Mensch als bioenergetisches Wesen betrachtet werden kann?

Wenn der Mensch tatsächlich in der Lage wäre Energien zu erschaffen oder anzusammeln, wäre ist nicht denkbar, dass sich diese auch auf andere Menschen übertragen ließen und das Geheimnis der Energiearbeit entzaubert wäre?

Bioelektrizität und Biochemie

Der menschliche Körper ist ein wahres Mysterium. Aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin wird er als komplexe Einheit betrachtet, da er ein in sich abgeschlossenes System darstellt. Diese ganzheitliche Betrachtung bezieht alle Vorgänge in Körper und Geist ein, statt sie losgelöst voneinander zu betrachten.  Man sagt auch der Mensch würde den Mikrokosmos in sich abbilden, während unsere Umwelt der Makrokosmos wäre. Doch dieser östliche Ansatz den menschlichen Körper als energetisches Wesen anzusehen findet in der westlichen Betrachtung  wenig Beachtung.

Dabei kennen wir auch in den westlichen Ansätzen den Begriff der Bioelektrizität und Elektrochemie. Die Bioelektrizität ist nichts Neues. Tagtäglich findet sie in der Medizin Anwendung.

Elektrische Impulse im Gehirn werden mit einem EEG gemessen werden - Elektrische Spannungen im Herzen mit einem EKG. Zudem ist bekannt, dass die Zellen durch elektrische Impulse miteinander kommunizieren.


Die Bioelektrizität erklärt elektrische Spannungen im Körper dadurch, dass diese in lebenden Organismen auf Grundlage biochemischer Prozesse erzeugt wird. Man geht davon aus, dass Zellen gegenüber dem Umgebungsmedium elektrisch geladen sein müssen. Strom wird durch Ionen übertragen, dieser fließt durch wässrige Lösungen. Gelöste Salze sind in den Flüssigkeiten von gefüllten Räumen innerhalb von Lebewesen. Mittels einer Ladungstrennung wird eine Spannung zwischen dem positiven und negativen Pol aufgebaut.
In einem Pflanzenexperiment haben Wissenschaftler am Centre National de la Recherche Scientifique aus einem lebenden Kaktus Strom abgezapft.  

Zhong Lin Wang und seine Kollegen vom Georgia Institute of Technology in Atlanta machten die Aussage, dass in lebenden Organismen mechanische und biochemische Energie zu finden seien, als sie auf der Suche nach einer Lösung für ein körpereigenes Biokraftwerk waren, dass Geräte zur Messung von Stoffwechselvorgängen im Körper mit Strom versorgen sollte. Wenn in einem lebenden Körper Bioelektrizität zu finden ist, ist es dann nicht möglich, dass ein lebender Organismus feinste Energien erzeugen oder anziehen könnte, die aus heutiger Sicht kaum messbar sind, aber eine mögliche Ursache für feinstoffliche Energien wären?


Im Mittelalter versuchten Alchemisten u.a. den sogenannten Stein der Weisen und somit ein Lebenselixier herzustellen. Ziel war es, die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer schrittweise mit der Quinta Essentia anzureichern, um die Materie schließlich zu vergeistigen. So waren westliche Alchemisten mit den tiefen geistigen Mysterien vertraut. Während sich heute die Chemie mit chemischen Elementen befasst, spricht man bei geistigen Aspekten in diesem Zusammenhang immer noch von der sogenannten inneren Alchemie, welche vornehmlich in chinesischen Philosophien über die Qi Energie und dem Qi Gong zu finden ist.


Qi Gong

Das Qi Gong zählt zur traditionellen Chinesischen Medizin. Übersetzt bedeutet Qi Lebenskraft und Gong Üben. Es handelt sich somit um das Üben an oder mit der Lebenskraft. Man könnte es auch schlicht und einfach mit dem Wort Energiearbeit übersetzen. Grundsätzlich lässt sich Qi Gong in zwei Bereiche einteilen - Das innere und äußere Qi Gong. Während es beim äußeren Qi Gong darum geht ,Bewegungen so durchzuführen, dass Spannungen im Körper erzeugt werden, ist das innere Qi Gong die geistige Arbeit am Qi. Darin wird stark mit der Vorstellungskraft, Meditation und dem Atem gearbeitet, um das Qi im Körper zu steuern und anzusammeln.

Beide Arten von Qi Gong sind berechtigt – die Körperübungen um den Körper aktiv mit Qi anzureichern und das innere, um das Qi zu lenken und zu verfeinern. Denn nach chinesischer Philosophie folgt das Qi dem Shen – unserem Bewusstsein und aktiven Denken. Sind demzufolge die Gedanken zerstreut, streut sich auch die Lebensenergie Qi. Eine Qi Gong Übung ist nur dann effektiv und sinnvoll, wenn der Geist das Qi im Körper fokussiert. Das erfolgt durch spezielle Vorstellungsabläufe des Qi durch den Körper oder durch eine geistig unterstützte Atemtechnik im Qi Gong.

Nutzer des Qi Gongs konnten über die vielfältige Wirkung der Übungen berichten. Sowohl auf den Körper wie auf den Geist soll es sich sehr positiv auswirken. Persönlich kann ich aus Erfahrung diese Meinungen teilen. Diese positiven Wirkungen des Qi Gongs sollen soweit gehen, dass wahren Qi Gong Meistern nach jahrzehntelangem Üben am Qi sogar übermenschliche Fähigkeiten nachgesagt wurden.

Doch wie weit können solche übermenschlichen Fähigkeiten gehen?

In den 1950er Jahren lebte in Deutschland ein Wunderheiler namens Bruno Gröning (1906-1959). Seinen Aussagen zufolge soll es allein der Wunsch zu helfen gewesen sein, der ihm diese Fähigkeit ermöglichte. Er sprach von Energie, die um uns herum existieren soll und für jeden zugänglich wäre. Dabei sah er sich stets als Vermittler dieser Energie, um sie an andere abzugeben. Kann es sein, dass Bruno Gröning die Fähigkeit besaß, eben beschriebene Qi- Fähigkeit besaß, wie sie Qi Gong Meister nach langer Übungsphase erreichen. Wenn Gröning davon sprach, dass sich um uns herum eine Art Energie befindet. Hatte er vielleicht eine ausgeprägte Fähigkeit diese zu spüren und speziell zu lenken – nach dem Prinzip das Qi folgt dem Shen?

Qi Phänomene sind im Qi Gong nichts Außergewöhnliches. Oft werden diese als pulsierende oder prickelnde Kraft wahrgenommen. Laut Qi Gong Lehre ist es nicht unüblich, dass Qi Gong Meister in der Lage sind Qi auf kranke Menschen zu übertragen. Auch gibt es immer wieder Fälle, in denen im Kampfsport westliche gegen fernöstliche Kämpfer antraten und diesen völlig kraftlos gegenüberstanden. Aus Qi Gong Sicht ist eine Energieübertragung nichts Paranormales, Esoterisches sondern die gewöhnliche Wirkung der Energeriearbeit am eigenen Geist und Körper.

 

Woher kommt der Begriff Lebensenergie?

„Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Atem des Lebens“ (Gen. 2, 7)

Gerne wird der Hauch Gottes als Lebensenergie bezeichnet. Nicht nur das Qi Gong aus China kennt eine Art Lebensenergie. Bereits in dem Glauben von Naturvölkern lässt sich eine Weltenseele, die alles mit Leben beseelt, ableiten. Im Hinduismus nennt man sie Prana, der auch mit Lebensatem übersetzt werden kann. Dort wird sie in den Upanishaden erwähnt. Daher gibt es auch im Yoga Übungen zur Steigerung der Lebensenergie.

Während in der chinesischen Lehre über die Akupunktur die Lebensenergie durch Meridiane verläuft, spricht man im Yoga von Nadis, durch welche Prana zirkulieren soll. Die Akupunktur und Akupressur sind Mittel, um Qi-Problemzonen durch Reize zu stimmulieren. Indianer Noramerikas nannten diese Energie Manitu, welche sich positiv wie zerstörerisch zeigen kann. Im Antiken Griechenland glaubte man an die Kraft des Penuma, welche mit dem Blut durch den Körper strömen sollte.

Paracelsus sprach sich für eine Weltseele namens „Spiritus Mundi“ und eine Körperkraft „Spiritus Vitae“ aus, welche sich im Körper befinden sollen aus. Der Gedanke der Weltenseele erreichte  schließlich auch die Alchemisten und ihre Suche nach dem Lebenselixier. Untersuchungen an der Lebensenergie unter der Bezeichnung animalischer Magnetismus, Od, M-Felder und schließlich Orgon folgten bis in die Neuzeit hinein.


Das Wesen der Lebensenergie

Speziell bei Wilhelm Reich gibt es den Ansatz von zwei konträren Energien. Er nennt sie Orgon und  DOR – Deadly Orgon. Während Orgon die positive feinstoffliche Energie darstellt, soll die DOR- Energie eine krankmachende, negative feinstoffliche Energie sein. Diesen Gedanken des polaren Denkens finden wir auch in der Yin und Yang- Philosophie. Zwei polare Kräfte wirken aufeinander. Diese polaren Kräfte finden wir in den Elementen wie Feuer und Wasser, Luft und Erde. Aus dieser Polarität heraus erwacht der Gedanke an eine dritte wirkende Energie, die in diesem polaren Feld wirken soll - die Lebensenergie. Wir denken uns einen Blitz, der die elektrische Spannung in den Wolken zur Erde hin entlädt. Dabei fällt vor allem seine enorme Kraft und Lichtschein auf.  Auf dieser Philosophie baut der Gedanke der alles durchdringenden Lebensenergie auf. Die Erde in seiner polaren Form, ebenso wie der Mensch, der in der traditionellen chinesischen Philosophie als Abbild der Erde gesehen wird, sind Körper mit zwei Polen, zwischen denen ein Spannungsfeld vorhanden sein muss. Man glaubt, in diesem Spannungsfeld könnte eine feinstoffliche Energie einfließen.

Die energetische Betrachtung des menschlichen Körpers finden wir in der Aura und den Chakren welche als sogenannte Energietrichter, die in den Körper hinenführen und am Rücken wieder austreten sollen.

Wir können davon ausgehen, dass geistigen Meister wie Buddha oder auch die biblische Gestalt Jesu, diese kosmische Energie in hoher Konzentration im Körper anstauten. Und über hohem Maß über diese feinstoffliche Energie verfügten. Die Heilung von Kranken allein durch Handauflegen scheinen aus diesem Gesichtspunkt als realistisch, wenn ein hohes Energiepotential innerhalb eines Körpers auf einen Körper übertragen wird, der energetisch unterversorgt ist. Dem selben Prinzip der Energieübertragung folgten Bruno Gröning und andere Geistheiler, indem sie die Wirkungsweise der feinstofflichen Energie nutzten.

Das Wesen dieser Lebensenergie kann demzufolge mit Wärme, Licht und Vitalität assoziiert werden. Energetische Eigenschaften, die wir Tag für Tag des Planeten Sonne zu spüren bekommen. Geistige Meister, die dieses Wesen verstanden haben, vermitteln den geistigen Weg der inneren Mitte und des Mitgefühls, indem das plare Denken im Menschen aufgelöst wird, um ein Gefäß für ein geistiges Spannungsfeld zu werden.

Den Philosophien zufolge, gibt es jedoch ein angeborenes Qi, welches wir von Geburt bis zum Tod erhalten und ein weltliches Qi, dass ständig durch die Körper zirkuliert und diese mit Energie anreichert. Wilhelm Reich weißt auf positive wie negative Eigenschaften des Qi‘s hin – eine Ausprägung, wie sie in ähnlicher Form in fernöstlicher Denkweise ebenso zu finden ist. Demzufolge prägt das eigene Qi unsere Energiekörper, zirkuliert auf Meridianen, während das äußere Qi- der Lebensstrom durch Chakren in den Körper ein und wieder austritt.

Tachyonen und Nullpunktenergie

Es gibt auch Meinungen darüber, dass sogenannte Tachyonen und die Nullpunktenergie dem Orgon, Qi, Prana etc. entsprechen sollen. Es handelt sich um eine physikalisch ermittelte Energie, welche im Vakuum vorherrschen soll. Diese sei schwer zu ermitteln, wäre aber ein Ansatz verschiedene Energiephänomene zu erklären. In solchen Vakuumfeldern soll sich extrem viel Energie befinden. Man spricht hier u.a. von schwarzen Löchern, dunkler Materie und Energie aus dem Nichts. Es bleibt reine Spekulation, ob es sich bei dieser Energieform tatsächlich um die Lebensenergie handelt oder einer neuen Energieform der Zukunft, wie sie auch Tesla oder Schauberger erwähnten, die unsere technischen Energieprobleme lösen könnte. Denn analog den Philosophien des Qi Gongs und auch Bruno Görings, soll die Lebensenergie unserem Glauben und unserem Willen folgen. Ob sich diese Tatsache mit der Nullpunktenergie deckt, bleibt bislang offen. Fakt wäre jedoch, dass der Geist oder Körper dafür zuständig ist, jene anzusaugen – eine Kumulierung im Raum würde nicht unbedingt für jene Aufnahme sorgen, wenn wir der Philosophie Grönings folgen, der ohnehin meinte, dass jene in unbegrenztem Maße um uns herum vorhanden sei.


 

Nutzung der Lebensenergie

Wer sich die Lebensenergie bewusst zunutze machen möchte, sollte lernen die Lebensenergie zu sammeln. Das ist das Grundprinzip des Qi Gongs. Wer das Wesen, deren Prinzip und Wirkung verstanden hat, ist in der Lage diese auch nicht nur für sich zu nutzen, sondern sie weiter zu geben. Doch in erster Linie  - und diese Philosophie teilt nicht nur das Qi Gong, sondern auch Bruno Gröning, sollte jeder lernen diese Urenergie zu verstehen und selber im eigenen Körper zu erleben. Denn wer in der Lage ist, sie zu verstehen und zu spüren, kann sie auch andere weitergeben. Daher ist es vor allem die geistige Arbeit, welche helfen kann, die Lebensenergie zu nutzen und aufzubauen.

1. Innere Qi Gong Übungen stellen eine Grundlage dar zur Konzentration, geistiger Innenschau, Meditation zur aktiven Lenkung der Lebensenergie

2. Die bewusste Atmung stellt ist Zentrum der geistigen Arbeit, da mit ihrer bewussten Wahrnehmung auch der Lebensstrom meditativ angesprochen werden kann.

3. Körperliche Bewegungen können bewusst eingesetzt werden, um Qi im Körper anzusammeln.

4. Ernährung – vor allem in frischen Nahrungsmitteln soll Qi zu finden sein.

5. Die Natur – die Elemente der Natur wie Wasser, Licht/Sonne, Luft und Erde sollen ebenso Qi in sich bergen, welches wir bewusst durch Spaziergänge im Freien nutzen können. Wer im Übrigen Heilsteine für sich nutzt, arbeitet dieser Philosophie zufolge mit dem Element Erde.

6. Pflanzen beherbergen Qi, das Verräuchern stellt somit die Lösung des Qi‘s aus der Materie dar, so wie es einst die Alchemisten im Sinn hatten.

7. Interessant ist der Aspekt der Elektrolyte. Solche stellen eine Zusammenstellung von Mineralien dar, welche die elektrische Leitfähigkeit im Körper unterstützen. Werden diese verstärkt aus dem Körper ausgeschwemmt, kann der Körper einen Wasserverlust erleiden.

8. Orgongeräte – Wilhelm Reich baute Orgongeräte, auf die ich an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte. Heute werden sie in abgewandelter Form reproduziert und eingesetzt. Es ist durchaus möglich, dass der Einsatz dieser Geräte oder Vorrichtung die Ansammlung von feinstofflichen Energien unterstützen kann.

9. Akupressur, Akupunktur aber energetisches Heilströmen aus den fernöstlichen Praktiken dienen der Regulierung von energetischen Blockaden im Körper und können dessen Fluss regulieren.

Es liegt letztendlich an uns, diese Energie für uns zu erfahren. Der Grundsatz aus dem Qi Gong – das Qi folgt unserem Bewusstsein ist maßgebend für Energiearbeit im weiteren Sinne. Wenn Qi unserem Bewusstsein folgt, so unterliegt diese feinststoffliche Energie dem Gesetz der Resonanz und ist empfänglich für unseren körpereigenen Magnetismus, der von unseren Gedanken und Gefühlen gelenkt werden kann.

Bruno Gröning sagte einst, dass die kosmische Energie überall zu finden wäre. Er meinte, wir müssen uns mit dem Willen und der Überzeugung anderen zu helfen nur dafür öffnen. Es wäre durchaus möglich, dass der Magnetismus im Körper zur Nutzung der Lebensenergie eine bedeutende Rolle spielt, so dass die kosmische Energie angezogen wird, wenn wir starke Spannungen im Körper und somit Energiefelder erzeugen. Der Wille anderen zu helfen würde demnach den Herzmagnetismus in Ganz setzen, um zusätzliche Energie zu erhalten, und diese weiter zu geben.

 

Bilder- Quelle: pixabay.com

Quellen:

https://www.dasgehirn.info/grundlagen/kommunikation-der-zellen/nervenzellen-im-gespraech
https://www.oberprima.com/bioelektrizitaet/
https://www.welt.de/wissenschaft/innovationen/article6936299/Forscher-zapfen-erstmals-Strom-aus-Pflanzen.html#
https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/glex/konzepte/l7547.html
https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/bioelektrizitaet/8601
„Professionelles Qi Gong – Die Techniken der Meister“ von Günther Dogan
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DiagrammaChakraKundalini.jpg