Der innere Kompass

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Der innere Kompass

Neulich las ich in einem Forum über den inneren Kompass. Es wunderte mich, über diesen Begriff zu stolpern. Denn in der Tat habe ich schon lange darüber nachgedacht, ob es in unserem Inneren ein Instrument gibt, dass wie ein Kompass funktioniert. Nachdem ich diesen Post überflogen habe, war mir klar, dass es so etwas wie eine innere Ausrichtung geben muss.

Was ist der innere Kompass?

Wenn wir uns daran machen diesen „Inneren Kompass“ näher zu erklären, stoßen wir unabdingbar an die Grenzen unserer Vorstellungen. Der Grund liegt darin, dass es sich bei so einem „esoterischen Instrument“ um etwas handelt, das wir weder greifen noch erfassen können. Dennoch bemerken wir die Folgen unseres inneren Kompasses ständig. Denn es sind die Früchte, die wir tagtäglich ernten, die sich aus unserer inneren Einstellung ergeben. Manche Theoretiker behaupten, wir würden ständig manifestiert und erleben als Folge davon unser Leben und sich daraus ergebende Situationen. Ich möchte dem nicht widersprechen. Aber jedes Handeln und Denken wird von einer Basis gelenkt, die dem Denken vorausgeht. Bevor wir alle anfangen zu denken, erleben wir in unserem Inneren eine gewissen Grundhaltung, die sich aus den Erfahrungen unseres beziehungsweise unserer Leben ergibt.

Erleben wir eine Situation, so empfinden wir zuerst ein positives, negatives oder neutrales Gefühl, bevor wir anfangen diese zu analysieren. Diese genannten Empfindungen gehen dem Manifestieren demnach unmittelbar, unbemerkt und sekundenschnell voraus und stellen die Basis für nachfolgendes Denken und Handeln dar. Ist man sich dessen bewusst, dass wir in unserem Inneren ein empfindliches Instrument besitzen, dass man gelegentlich gerne mit dem „siebten Sinn“ bezeichnet, fängt man vielleicht an, auf dieses zu achten. Noch bevor sich die ersten Gedanken in einer Situation einschleichen, sollten wir überlegen, wie wir in bestimmten Situationen fühlen. Jeder fühlt sich in der einen oder anderen Lage in bestimmte Zwänge hineingesteckt und möchte diesen entweichen. Folgt man jedoch von Anfang an seinem Inneren Kompass, kann man prekären Lebenslagen geschickt aus dem Weg gehen.

Wie sollten wir den inneren Kompass anwenden?

Es gibt selbstverständlich kein Patentrezept dafür, wie der innere Kompass anzuwenden ist. Jedem bleibt es überlassen, seinem siebten Sinn zu folgen. Dennoch können wir an unserer Grundeinstellung oder der Ausrichtung dieses empfindlichen Instruments arbeiten. Gehen wir mal von einer Person aus, die sehr vorsichtig ist. Diese wird sich ständig in Situationen wiederfinden, in der Vorsicht geboten ist. Gerade aus dem Grund, da sie ja besonders vorsichtig sein möchte. Möchte sie nun ihre Grundeinstellung ändern, so müsste sie versuchen ständig zu prüfen, inwiefern sie auf Vorsicht bedacht ist. Ändert sich ihr Denken dahingehend, dass sie ihren Lebenslagen den Ernst heraus nimmt und lockerer wird, ist ein erster Schritt getan. Es geht also darum, die Grundeinstellung im Leben zu finden und zu verbessern.

Am inneren Kompass kann man am besten arbeiten, wenn man sich seines Empfindens bewusst ist. Es gilt vor allem, den inneren Schweinehund zu überwinden. Man sagt, dass man jenes heranzieht oder manifestiert, an das man denkt. Ziehen Sie demnach aus der Funktion des Denkens Ihre Vorteile und denken Sie! Denken Sie absichtlich an Positives! Es müssen nicht Geld oder finanzielle Aspekte sein. Diese sind von ihrer Grundschwingung sehr niedrig. Auch wenn Sie sich Reichtum denken, so ist an Reichtum eine enorme Materie gebunden! Nein, denken Sie in hochschwingenden Dimensionen – wer möchte denn schon an seinem geistigen Glück arbeiten und das Gegenteil erfahren. Es macht daher Sinn an Engelnamen, Heilige, Liebe, Licht oder gar Gott als das „Vollkommene“ zu denken. Wer möchte kann sich sogar einen Kompass im Herzen vorstellen, der auf das gewünschte Ziel zeigt.

Ziel des Inneren Kompasses

Denken Sie täglich an das Ziel, das Ihr Herz verfolgt. Und sie werden spüren, dass durch das Denken sich Ihr Empfinden verändert. Situationen, die von Ängsten geprägt waren, können sich in Ihre persönlichen Herausforderungen wandeln. Ich möchte Sie an dieser Stelle daran hinweisen, dass wir in einer Zeit des Wandels leben. „Esoteriker“ sprechen vielfach von einer Veränderung der Schwingungen. Solche New-Age-Gedanken kann ich leider nicht ganz teilen, jedoch können wir nicht die Augen vor dem aktuellen Weltgeschehen verschließen. Im Prinzip spielt es auch keine Rolle, ob sich Schwingungen verändern oder nicht, wenn man ohnehin mit seinen Gedanken und Gefühlen im Positiven oder gar bei Gott verweilt. Denn der Gedanke an Gott erhebt in uns die höchste Schwingung, zu der wir in der Lage sind. Nicht umsonst steht in der Bibel, dass der „Glaube Berge versetzt“. Genau darum geht es in dieser Welt – wir sollten nicht neuen Lehren oder Doktrinen hinter herlaufen, die im Nachhinein nicht haltbar sind, sondern uns auf unsere Wurzeln  unsere Herkunft und die Basis jeder Lehre besinnen. Vielleicht erleben Sie auch im Mainstream religiöse Auseinandersetzungen und fragen sich nach dem Sinn dieser Differenzen? Es liegt darin, dass viele Menschen den tieferen Sinn hinter ihrem Glauben vergessen oder verdrängt haben. Denn in jedem Glauben dieser Welt finden wir im Prinzip die gleiche Basis, welche Liebe, den Mitmenschen und Gott gewidmet ist. Wer diesen Sinn nicht erkannt hat, „leidet“ an einer eindeutigen Orientierungslosigkeit. Solche Menschen tun mir eigentlich nur Leid, da sie sich dessen nicht bewusst sind. Im Buddhismus gibt es dazu ein schönes Sprichwort: Wenn du dich verlaufen hast, kehre zum Anfang zurück! Und jedem sollte klar sein, wo sein Leben den Anfang nahm!

Stimmen Sie sich daher täglich mithilfe Ihres inneren Kompasses auf positive Grundsätze ein, und erleben Sie, wie sich in Ihrem Inneren alte Konflikte lösen und Fassaden fallen. Lassen Sie sich auf das Spiel mit Ihnen selbst, der Kraft des Lichtes und der Liebe ein. Wenn Sie dies tun, werden Sie zu einer Festung im Sturm, die keine niedere Kraft bezwingen kann.

Quelle Foto: pixabay.com