Über das Wesen des Yoga

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Über das Wesen des Yoga

Yoga ist das innere Streben
nach der Einheit mit Gott.

Das Wort Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt Verbindung oder Vereinigung. Dabei ist von der Verbindung zum Höheren Selbst die Rede. Über die Notwendigkeit des Yoga wurde bereits schon in den Upanischaden und vorranging in der Bhagavad Gita. Diese alten Schriften weisen seit bereits 3 Tausend Jahren darauf hin, dass für einen geistigen Aufstieg die Praktizierung des Yoga unerlässlich ist. Wie soll man sich nun als Laie eine solche Arbeit vorstellen? Der Besuch eines Sportstudios, das sich auf Yoga spezialisiert hat, wird nicht der Weg sein, den die heiligen Schriften beschreiben. Denn das Yoga, auf das sich die Bhagavad Gita bezieht, ist ein geistiger Weg der Selbsterkenntnis und Überwindung des Geistes über den Körper. Es ist kein Yoga für ein Wellness-Erlebnis oder zur sportlichen Rehabilitation. Yoga ist kein Sport, sondern ein Trainingsprogramm für geistige Bestrebungen.

Das Wesen des Yoga zeichnet sich durch bestimmte körperliche Stellungen und Bewegungsabläufe aus, die von einem besonders intensiven Atmen begleitet werden. Die Atmung spielt im Yoga eine essentielle Rolle, weil diese die Vorstellung des Prana vertiefen kann. Wichtig sind beim Yoga geistige Vorstellungen. Durch diese mentalen Übungen während des Yoga wird der Körper mit Prana angereichert und die Zirkulation des Prana im Körper angeregt. Eine weiterführende Meditation nach der körperlichen Arbeit vertieft die Yoga-Praxis und rundet eine Yogasitzung ab. Wer Yoga aus dem Grund der geistigen Weiterentwicklung praktizieren möchte, sollte bei der Auswahl seines Yogastudios auf die mentalen Aspekte Wert legen. Die Yoga-Praxis aus rein sportlicher Sicht ist aus körperlicher Sicht durchaus gesund und daher sinnvoll, die geistige Erfüllung wird sich bei dem Praktizierenden jedoch nicht einstellen.

Ursprünglich wollte ich Ihnen folgende kleine Yoga-Übung vorstellen, um Sehkraft und Konzentration zu stärken:

Entzünden Sie eine Kerze und blicken Sie in deren Flamme. Konzentrieren Sie sich auf die Flamme ohne zu zwinkern. Versuchen Sie dem Drang zu Zwinkern so lang wie möglich zu widerstehen. Während Sie in die Flamme blicken, versuchen Sie hindurch zu blicken. Zwinkern Sie nicht, auch wenn Ihre Augen beginnen zu tränen. Wenn Sie diese Übung mindestens ein bis zwei Minuten  praktiziert haben, so halten Sie die Hände vor die Augen und konzentrieren Sie sich auf die Flamme, die vor Ihren Augen sichtbar wird.
Nach einigem Überdenken jedoch viel mir auf, dass das Wesen des Yogas ein anderes ist – nämlich die Einheit mit Gott.

Und diese spiegelt sich im Raja-Yoga am besten wieder. Raja-Yoga ist ein rein geistiges Yogasystem, welches darauf abzielt dieses höchste Ziel des Menschen in dieser Welt zu erreichen. Daher möchte ich Ihnen an dieser Stelle eine relativ einfache – aber durchaus wirkungsvolle Übung aus dem Raja-Yoga aufzeigen. Wer diese Übung täglich praktiziert, bekommt ein anderes Lebensgefühl, das sich durch alle Alltagssituationen hindurch zieht. Nämlich das Gefühl in Gemeinschaft mit Gott zu leben – wann immer man sich selber dafür Zeit nimmt und dieses Gefühl in den Alltag holen möchte. Anfangs empfiehlt es sich die Übung in einer Mediation durchzuführen – es ist jedoch nicht notwendig. Mann kann das Gefühl und die Gedanken ständig aufrufen, wenn man etwas Übung mit der „Verbindung“ hat.

Zum Ablauf der Übung:

Das Prinzip dieser Übung ist relativ einfach: Man versetzt sich in einen gedanklichen Zustand, in dem man sich direkt bei Gott fühlt oder mit Gott verbindet. Wer möchte, kann sich im Bett vor dem Einschlafen in diesen Zustand begeben – indem er sich gedanklich in den Armen von Gott sieht. Alternativ kann man sich gedanklich in eine Lichtsäule stellen, die direkt von Gott zu einem selber führt. Wer möchte, kann durch das Gebet Kontakt zu Gott erhalten. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Diese Übung kann wie gesagt liegend vor dem Einschlafen oder meditierend in Sitzposition praktiziert werden. Wer schon etwas „Erfahrung“ in dieser „Raja-Übung“ hat, kann auf jegliche Position oder Haltung verzichten und sich gedanklich in jeder alltäglichen Begebenheit in die „Einheit mit Gott“ begeben.

Bei der Durchführung dieser Übung, wird der Praktizierende von einem erhebenden Gefühl durchströmt, das für gewöhnlich einige Stunden anhält. Dieses Gefühl resultiert aus der gedanklichen Einheit mit Gott. Manche Menschen haben bei dieser Übung das „Problem“, dass Sie sich Gott nicht vorstellen können. Das ist aber überhaut nicht nötig – denn, wie in der Bibel bereits erwähnt ist, sollen wir uns kein Bildnis von Gott machen – wichtig ist der „Kontakt“ zu Gott und dieser kann sehr gut durch Lichtsäulen oder die Begebenheit in strahlendem Licht oder unermesslicher Liebe stattfinden.

Mein Tipp an Sie: prüfen Sie selber, wie hell Sie sich Licht vorstellen können. Ist Ihr gedanklicher Lichtstrahl hell, sehr hell oder gleißend hell, sodass er jeden blenden würde? Je nachdem welche Vorstellungskraft in Ihnen ist, ist auch Ihr geistiges Potential entwickelt. Ich selber hatte auch oft Probleme mir Licht in verschiedenen Varianten vorzustellen. Das liegt oft an Blockaden bzw. Störungen im Energiekörper oder an der Einwirkung bewusster bzw. unbewusster Energien, die fremden oder eigenen Ursprungs sein können.

Quelle Fotos: pixabay.com