Wieviel Pflege braucht die Haut meines Babys?

Die Drogeriemärkte sind voll mit Babypflege-Produkten. Wer seinem Nachwuchs etwas Gutes tun möchte und trockener Haut, Ausschlag und Ähnlichem vorbeugen, der neigt schnell mal dazu, von einem solchen Drogeriemarktbummel mit Tüten voller vielversprechender Produkte nach Haus zu kommen. Babyshampoo, Babyöl, Babycreme und -puder, Badezusätze, Feuchttücher und Öltücher versprechen alle das Gleiche: Nur hiermit bleibt die Haut ihres Babys so zart und geschmeidig, wie sie ist. Aber stimmt das so? Was brauchen Babys wirklich an Pflege?

Grundsätzliches

Die Babyhaut regelt vieles für sich alleine. Wer in einem übertriebenen Maß auf Reinigungs- und Pflegeprodukte zurückgreift, zerstört eher die natürliche Hautflora, als dass er ihr Gutes tut. Denn Babypflege sollte immer auf dem Grundsatz beruhen „so wenig wie möglich, so viel wie nötig“. Die Produkte, die verwendet werden, sollten auf keinen Fall Parfums oder Konservierungsstoffe enthalten und stets reich an Feuchtigkeit sein.

Babys werden nicht dreckig

Also zumindest nicht wirklich. Natürlich kann auch mal ein Baby schmutzig sein, wenn es draußen im Dreck gespielt hat oder den ganzen Tag auf dem Boden herumgekrochen ist, aber Babys schwitzen deutlich weniger und die Talgdrüsenproduktion ist längst nicht so aktiv wie bei uns Ausgewachsenen. Somit ist es nicht nötig, das Baby täglich zu baden. Ein- bis zweimal die Woche, ergänzt um die tägliche Katzenwäsche, reicht völlig aus. Bei dieser sollten besonders die Hände, Füße, das Gesicht, der Windelbereich sowie Hautfalten bedacht werden. Während des Waschens müssen auch nicht allzu viele Pflegeprodukte verwendet werden. Auf Badezusätze und Seife kann zu großen Teilen verzichtet werden, oft genügt schon lauwarmes Wasser für den Waschvorgang. Wenn das Baby jedoch besonders gerne und viel badet, sollte ein rückfettender Zusatz hinzugegeben werden, wie zum Beispiel Mandelöl, um die Haut nicht zu sehr zu belasten.

Der Windelbereich

Besonders anfällig für Ausschlag und gereizte Haut ist die Windelregion. Urin und Stuhl reizen die Haut und die Windel scheuert schnell mal unangenehm. Hier tut deshalb ein bisschen mehr an Pflege gut. Eine Feuchtigkeitscreme ist wohltuend, da sie einen unsichtbareren Film auf der Haut bildet, der diese vor anderen Stoffen und vorm Wundwerden schützt. Waschen sollte man jedoch auch diesen Bereich überwiegend mit warmen Wasser. Für das Windelwechseln unterwegs eignen sich Babyöltücher besonders gut.

Babys in der Sonne

Eine weitere Ausnahme bildet der Sommer. Babyhaut reagiert auch auf UV-Strahlung besonders empfindlich. Am besten ist es den direkten Kontakt von Babyhaut und Sonne weitestgehend zu vermeiden, die Haut großflächig zu bedecken und möglichst viel Zeit im Schatten zu verbringen. Zusätzlich sollte aber auch immer noch auf eine Sonnencreme zurückgegriffen werden. Diese sollte man circa 30 Minuten vor dem Sonnenbesuch auftragen und sie muss mindestens einen LSF von 15 aufweisen.