Wer ist der Papa?

Kaum ein Ereignis macht Frauen und Männer so glücklich, wie wenn der eigene Nachwuchs das Licht der Welt erblickt. Häufig jedoch wird die Freude von dem Zweifel und der Frage überschattet, ob der Vater tatsächlich der wahre Erzeuger des Kindes ist. Schnell gerät dann das Familienleben aus dem Gleichgewicht, Eltern und insbesondere die Kinder leiden dann unter den enormen Spannungen – eine Antwort muss her.

Noch vor wenigen Jahren war es nur schwer möglich, eine bestehende Vaterschaft zu beweisen und so lebten die vermeintlichen Väter oftmals in der Unwissenheit über die Herkunft ihrer Kinder. Heute ermöglichen es hingegen DNA-Verfahren, auf ordentlichem Weg herauszufinden, ob sie der Erzeuger sind oder nicht. In vielen Fällen kann die Vaterschaft bestätigt werden und das Familienleben so nach einer Erholungsphase ihren normalen Alltag wieder aufnehmen und in erfreulicher Gewissheit leben, nachdem das Vertrauen wieder hergestellt ist. Wer jedoch mit einem Vaterschaftstest Gericht und Familie davon überzeugen will, dass er definitiv nicht der Erzeuger ist, der sollte die gesetzlichen Regelungen unbedingt beachten. Denn obgleich dubiose Anbieter Tests ausgeben, die eine bestehende Vaterschaft feststellen sollen, ohne hierfür das Einverständnis der Mutter eingeholt zu haben, ist das ein unerlaubter Vorgang. Um gerichtlich gegen eine Vaterschaft vorzugehen, ist daher ein Abstammungsgutachten notwendig. Dieses unterliegt speziellen Kriterien, wie zum Beispiel das Ausweisen der beteiligten Personen bei der Entnahme der Proben. Nur diese Gutachten können in weiteren gerichtlichen Schritten berücksichtigt werden.

Gewissheit für Alle

Um jedoch innerhalb der Familie Klarheit zu schaffen, genügt ein einfacher Vaterschaftstest, der mit Einwilligung der Mutter durchgeführt werden kann. Zwar ist es für Alle eine große Belastungsprobe - sowohl für die Familie als auch für die Beziehung. Letztlich geht es jedoch darum, dem Sicherheitsbedürfnis aller Familienmitglieder nachzukommen, und die naturgegebene Sicherheit für den Vater gibt es eben nicht. Auch ist es ausgeschlossen, einen routinemäßigen DNA-Vergleich an Neugeborenen durchzuführen. Wer also einen solchen Vaterschaftstest durchführen möchte, kann diesen bei einem Labor kaufen oder im Internet bestellen. Über Speichel oder Haare kann nach Einsendung an ein Labor die DNA-Analyse vollzogen werden und innerhalb von 4 bis 6 Wochen steht das Ergebnis dann fest.

Labor gut auswählen

Wichtig ist, das Labor sorgfältig auszuwählen und sich nicht von Faktoren wie günstigen Preisen verleiten zu lassen. Ein Test muss vor allem gewissenhaft und mit den modernsten Methoden durchgeführt werden. Ein einfacher Vaterschaftstest ist ab etwa 500 Euro erhältlich, das etwas aufwendigere Abstammungsgutachten kostet rund 1000 Euro. Ab 1. Februar 2011 müssen Gendiagnostik-Labore darüber hinaus akkreditiert sein, was für noch mehr Sicherheit und einen rechtmäßigen Ablauf sorgen soll.