Rizinusöl

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Rizinusöl

Gewonnen wird das Rizinusöl aus den Samen des Wunderbaums. Während die Samen des Rizinusbaums das toxische Eiweiß Rizin enthalten, ist Rizinusöl absolut ungiftig.  Es hat eine verhältnismäßig sämige Konsistenz. Trägt man es auf der Haut auf, so hat man erst einmal das Gefühl, als würde das Öl auf der Haut haften oder kleben. Doch benutzt man es für Massagen oder  verdünnt, kann es seine Vorzüge frei entfalten.

Bereits im Altertum kannten es die Ägypter und nutzen es zu medizinischen Zwecken, wie auch als Brennstoff für Öllampen. Aber auch im antiken Griechenland wurde das Rizinusöl sowohl innerlich wie auch äußerlich angewendet. In der klassischen Medizin ist Rizinusöl seit dem 18. Jahrhundert als Abführmittel bekannt.

Doch warum empfahl sogar der Seher Edgar Cayce Rizinusöl sehr gerne als Heilmittel?

Hier einige Fakten zu Rizinusöl:

  • Beim Rizinusöl handelt es sich um ein viskoses, dickflüssiges, leicht gelbliches Öl.
  • Dessen Geruch ist leicht aber markant.
  • Rizinusöl ist brennbar.
  • Reich an Vitamin E
  • über 250° C zersetzt es sich.
  • Rizinusöl verdickt an der Luft ohne auszuhärten.
  • Löslich ist Rizinusöl in Ethanol
  • regt die Produktion von Lymphozyten (T- und B -Zellen) und Prostaglandinen an
  • zu 80–85 % besteht es aus dem Glycerid der Ricinolsäure. Worauf seine abführende Wirkung bei einer innerlichen Einnahme zurückzuführen ist..)
  • 8 Monate lässt sich Rizinusöl bei Zimmertemperatur in einer braunen Medizinflasche aufbewahren.
  • 1 Liter Rizinusöl benötigt 1800 Samen des Wunderbaums.
  • Der Großteil des Rizinusöls wird in Indien, Brasilien und China produziert.


Äußerlicher Einsatz von Rizinusöl

Rizinusöl besitzt starke hautpflegende Eigenschaften. Seine sämige Konsistenz macht das Öl zu einem Hautpflegemittel. Dadurch, dass es tief in die Haut eindringen kann, regt es die Kollagen-Produktion der Haut an. Kleine Fältchen rund um die Augen können dadurch gemildert und durch hauteigenes Collagen aufgeplustert werden. Seine Zusammensetzung spendet der Haut Feuchtigkeit, wodurch die Haut rundum gepflegt und geglättet wird

Doch beruht die Wirkung von Rizinusöl nur auf seinen pflegenden Eigenschaften?

Weiterhin wirkt Rizinusöl auf seine sanfte Art entzündungshemmend. Verletzte Hautpartien heilen durch den Einsatz von Rizinusöl besser ab. Auch Akne und andere Hautreizungen wurden mit Rizinusöl gemildert. Zudem soll es auch durch den Einsatz von Rizinusöl Erfolge bei der Behandlung von Ringelflechte, Rissen u.ä. Hauterkrankungen geben. Es soll ebenso gegen Warzen von großem Nutzen sein. Auch Pigmentflecken sollen durch den Einsatz von Rizinusöl gemildert werden. Als Makeup-Entferner hat sich das Rizinusöl ebenso bewährt, da es Fette binden kann und die Haut sanft pflegt.

Kompressen und Auflagen mit Rizinusöl können auf schmerzende bzw. wunde Körperstelle aufgelegt werden. Dabei sollte das Rizinusöl auf Körpertemperatur angewärmt werden und bei der Auflage mit einer Wärmflasche warm gehalten werden. Es gibt einige Fälle, in denen Menschen bei der äußeren Anwendung über Jucken bzw. Brennen etc. berichteten. Sollte das der Fall sein, so ist die Anwendungszeit zu verkürzen. Gewöhnlich ist es möglich, Rizinusöl über einen längeren Zeitraum anzuwenden.

Nicht nur der Haut spendet Rizinusöl intensive Pflege – auch Haare können davon stark profitieren. Von der Wurzel bis zur Spitze kann Rizinusöl das Haarpflegen. Wer es mit ein vermixt in die Haarwurzeln einmassiert, versorgt die Haarfolikel mit intensiver Pflege – ein stärkeres Haarwachstum ist dadurch mitunter möglich. In die Spitzen und komplette Haarlänge einmassiert kann es die Haare mit intensiver Feuchtigkeit versorgen. Trockene, abgestumpfte Haare wirken nach einer solchen Anwendung erholt und vital. Die Einwirkzeit einer solchen Haarkur sollte in etwa eine Stunde betragen. Mit einer Mascarabürste kann das Rizinusöl auch auf Wimpern aufgetragen werden. Dadurch soll das Wimpernwachstum ebenfalls begünstigt werden. Ebenso verhält es sich mit der Pflege von Augenbrauen und Nägeln. Regelmäßig angewendet werden diese gekräftigt und wirken gepflegt.
In der Massage angewandt überzeugt es durch seine beruhigende Wirkung bei Schmerzen oder Muskelkrämpfen und zur Entlastung bei Dehnungsstreifen. Auch eine Schröpfmassage ist mit dem Einsatz von Rizinusöl sehr intensiv und pflegend.

Besonders empfindliche Menschen, Schwangere oder Frauen mit starken Menstruationsblutungen ist von einer äußeren  Anwendung von Rizinusöl abzuraten.


Bewirkt Rizinusöl nur äußerlich kleine Wunder, oder verspricht auch seine innere Einnahme effektive Erfolge?

Innerlich eingenommen gehört Rizinusöl zu den bekanntesten abführenden Mitteln. Wie auch kein anderes Abfühmittel sollte auch Rizinusöl nicht dauerhaft eingenommen werden. Speziell bei Entgiftungskuren ist Rizinusöl sehr hilfreich. Es gibt Naturheilkundler, die davon ausgehen, Schwermetalle seinen die Ursache für etliche Krankheiten eines Menschen. Ungeachtet dieser Theorie können Umweltgifte das Immunsystem schwächen. Neben den Umweltgiften können Darmparasiten den Organismus schwächen. Um beiden zu entgegenen ist eine systematische Ausleitung mit Rizinusöl durchaus denkbar.

Diese spezielle abführende wie entgiftende Wirkung entfaltet Rizinusöl nicht direkt durch seine Zusammensetzung, sondern auf indirektem Wege im Körper, indem es spezielle Abläufe und die Bildung von körpereigenen Substanzen im Organismus auslöst. Wird Rizinusöl gut vertragen, kann es über einen lägneren Zeitraum angewendet werden  - ich rate jedoch zu einer Rücksprache mit einem Arzt, bevor so eine Entgiftungskur bebgonnen wird.

Doch auf welche Weise wirkt Rizinusöl im menschlichen Körper?

Rizinusöl wird wie auch andere Fette und Öle  im Zwölffingerdarm aufgespalten. Bei diesem Vorgang bildet sich in der Darmwand ein Hormon. Dieses Hormon tritt in den Blutkreislauf und aktiviert von dort aus Gallenblase wie auch Bauchspeicheldrüse. Das Sekret, welches bei diesem Vorgang entstand, ermöglicht die Verdauung und Aufspaltung des Öls in Fett- und Ölsäuren wie auch Glycerin.

Besonders Ricinolsäure wird bei der Verdauung von Rizinusöl freigesetzt. Jene ist dafür verantwortlich, dass natürliche Histamine freigesetzt werden, welche die gesamte Darm-Muskulatur in Bewegung setzten. Der Darminhalt wird dabei zügig aus dem Körper entlassen.
Bei diesem Prozess werden abgelagerte Gifte, Schwermetalle oder Rückstände von Medikamenten in der Leber an den Zwölffingerdarm weitergeleitet. Die Ricinolsäure verhindert im Vergleich zu anderen Fetten oder Ölen, dass unerwünschte Substanzen erneut durch die Darmwand absorbiert werden. Diese werden schließlich dem abgeführten Darminhalt aus dem Körper entlassen.

Im Mai 2012 entschlüsselte man schließlich die dargestellte Wirkungsweise des Rizinusöls im Rahmen eines  Forschungsprojekts der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V.. Wer sich dazu näher interessiert, sollte die Forschunsergbenisse der  Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. einsehen.

Doch wieso ist die Einnahme von Rizinusöl ohne ärztliche Rücksprache bedenklich?

Es treten in einigen Fällen durchaus Gegenanzeigen für den Einsatz von Rizinusöl auf. Speziell bei blockierten Lebergänge, Gallensteinen, Kolitis, eingen Schilddrüsenerkrankungen und der Einnahme von Antihistaminika können durchaus starke Nebenwirkungen auftreten!
Aber in der Praxis und mit angebrachter Vorsicht angewendet, hat sich Rizinusöl als Abführmittel  sogar bei der Behandlung von Kindern einen Namen als mild wirkendes Mittel gemacht.

Wie stark die Gegenanzeigen bei der Einnahme des Rizinusöls ausfallen hängt mitunter durchaus davon aus, wieviele wie viele Gifte bei dessen Anwendung aus Leber und Gallenblase in den Zwölffingerdarm eintreten. Denn je mehr Gifte ausgeschieden werden, desto stärker reagiert der Körper, um diesen Vorgang in Gang zu setzten.  Ebenso beeinflussen ganz bestimmte Gifte die Prostaglandin-Synthese. Zu untersuchen bleibt jedoch,  um welche Gifte es sich genau handelt.

Das Rizinusöl des Wunderbaums ist ein kleines Wunder der Natur. Immer dann, wenn es darum geht, zu lösen und zu entstarren, kann es seine wundersame Wirkung entfalten. In Situationen, in denen es Akkumulation, Härtung, Sklerose oder Kristallisation des Gewebes gibt sollten wir daran denken, dass die Natur uns mit ihren kleinen Wundern helfen kann.

Hinweis:
Die Inhalte basieren auf eigenen Erfahrungen und Kenntnissen und spiegeln die eigene Meinungen wider – vielmehr sollen sie zum Nachdenken anregen und dazu animieren, sich selber tief reichend zu informieren. Es wird keine Haftung für die Vollständigkeit und Korrektheit übernommen. Bei dargestellten Szenarien handelt es sich um Schätzungen und nicht um stichhaltige Tatsachen.