Herzlich Willkommen, Baby!
Nachdem die Strapazen der Geburt überwunden sind und sich die frisch gewordenen Eltern über ihr kleines Baby freuen, geht's los mit dem Abenteuer Kind. Die ersten Tage im Krankenhaus werden besonders spannend sein: medizinische Untersuchungen, das erste Mal stillen und wickeln und jeder wird die neue Mami besuchen kommen und das kleine Baby bestaunen wollen.
Mit dem Baby ist es wie mit der Liebe
Aber auch der neue Papa, der die Nächte noch fernab seiner kleinen Familie verbringen muss und nur tagsüber stundenlang im Krankenhaus verweilen kann, muss sich mit seiner neuen Rolle anfreunden und wird dies auch gerne tun. Wenn es das erste Kind ist, ist natürlich alles noch absolutes Neuland. Dann traut man sich vielleicht noch nicht richtig, schreckt erst einmal noch vor allem zurück, bevor man dem Baby weh tut, weiß nicht, was welches Geschrei was zu bedeuten hat und wie man es wieder besänftigen kann. Die ersten Wochen sind wohl die intensivsten zwischen dem Baby und den Eltern. Sie treffen im Grunde aufeinander wie zwei fremde Welten.
Das Baby ist erst vor ein paar Tagen zur Welt gekommen, die Eltern hingegen haben bereits ein paar Lebensjahre hinter sich, haben Erfahrungen gemacht, Schwierigkeiten überstanden und sicherlich viele aufregende Erlebnisse zu erzählen. Auch wenn das eine aus den anderen entstanden ist, sind sich die beteiligten Parteien vielleicht doch erst einmal eher fremd und müssen sich erst mit ein wenig Zeit an den anderen gewöhnen und annähern. Vergleichen kann man dieses Gefühl vielleicht auch mit der Liebe: auch wenn man einen Menschen schon ein bisschen kennt, ihn toll und interessant findet und verliebt ist, braucht es dennoch immer noch seine Zeit, bis ein gewisser Grad an Vertrautheit zustande gekommen ist, bis sich ein vertrautes Gefühl zwischen beiden entwickelt hat und man sich nah fühlt.
Zusammenleben schafft Vertrautheit und das Baby schafft eine neue Welt für die Eltern
Und genauso läuft die Beziehung zwischen Baby und Eltern ab, bei der sie erst ein wenig Vertrautheit zwischen sich entstehen lassen und sich sozusagen erst einmal "kennenlernen" müssen. Klingt vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ich glaube so wird es ein bisschen sein. Letzten Endes geht dies wohl alles trotzdem schneller als gedacht und das Zusammenleben wird binnen kurzer Zeit Nähe schaffen.
Die Mutter wird Tag und Nacht mit dem Kind beschäftigt sein, wird es stillen, in den Händen halten und ihm Nähe und Sicherheit geben. Unterschiedliche alltägliche Handlungen werden diese Vertrautheit zwischen beiden noch verstärken: das Baby füttern, das Baby baden, die ersten Krankheiten, die man zusammen mit dem Baby übersteht (wie häufige Blähungen) oder der erste kleine Ausflug mit dem Baby. An vieles wird man sich erst gewöhnen müssen, da sich das Leben von Grund auf ändert. Aber es sind schöne Erfahrungen und für niemanden wird man sie lieber machen als für sein eigenes Kind.