Baby-Schwimmen

Um das Baby an das Element Wasser zu gewöhnen, eignet sich das Babyschwimmen hervorragend. Ab der
12. Lebenswoche können die Eltern mit ihrem Baby einen Babyschwimmkurs belegen. Die Babyschwimmkurse werden von ausgebildeten Kursleitern in Hallenbädern oder Schwimmschulen angeboten.
Das Babyschwimmen ist nicht als Schwimmunterricht zu verstehen. Mit der Teilnahme am Babyschwimmen soll der Säugling die Angst vor dem Wasser verlieren. Für das Baby soll eine behutsame und spielerische Gewöhnung an das Element Wasser erreicht werden. Der Spaßfaktor soll dabei nicht zu kurz kommen.

Das Babyschwimmen hat viele positive Wirkungen. Zum einen verstärkt das gemeinsame Spielen im Wasser die Bindung zwischen den Eltern und dem Baby erheblich. Die Eltern können spezielle Techniken erlernen, wie der Säugling am sichersten im Wasser zu halten ist.
Das Baby kann während des Babyschwimmens die unterschiedlichsten Bewegungsabläufe im Wasser ausführen. Dem Einfallsreichtum des Babys wird beim Spielen im Wasser kaum eine Grenze gesetzt.
Die Aufnahmefähigkeit des Gehirns wird gesteigert, und dies wirkt sich ausgesprochen positiv auf die geistige Leistungsfähigkeit des Säuglings aus.
Die Verbesserung der Koordinationsabläufe und der Konzentrationsfähigkeit sind weitere direkte Auswirkungen des Babyschwimmens. Durch die Bewegungen im Wasser werden die motorischen Abläufe und die Wahrnehmung des Babys gesteigert. Die Steigerung der Wahrnehmung führt außerdem zu verbesserten und gesünderen Bewegungsabläufen.

Das Bewegen und Spielen im Wasser steigert das Wohlbefinden des Säuglings. Durch den Kontakt zu anderen Babys und Kleinkindern wird die Sozialisierung bereits früh gefördert. Auf die Gesamtentwicklung des Babys hat der frühe soziale Kontakt zu anderen Kindern günstige Auswirkungen, die sich im späteren Leben durch vermehrte Kontaktfreudigkeit und der verbesserten Konfliktbewältigung zeigen können.

Beim Babyschwimmen sind warme Umgebungstemperaturen sehr wichtig, da die Babys sehr schnell frieren können. Um die Folgen einer Unterkühlung zu verhindern, dürfen sich die Babys höchstens eine halbe Stunde im Wasser aufhalten. Nach dem Babyschwimmen muß auch der Kopfbereich sehr gut abgetrocknet und warm gehalten werden, um unnötige und schmerzhafte Ohrenentzündungen zu vermeiden.
Die Wassertemperaturen beim Babyschwimmen liegen bei etwa 33°C. Das Wasser im Schwimmbad muss wenigstens leicht mit Chlor angereichert sein, um die Infektionsgefahr für das Baby zu minimieren.
Während der Teilnahme am Babyschwimmen sollte das Baby keinen zu vollen Magen haben.
Grundsätzlich sollten Eltern ihre Babys nur in gesundem Zustand zum Babyschwimmen gehen.
Jeder Infekt, ob fieberhaft oder nicht, führt letztendlich zu weiteren Ansteckungen anderer Kinder. Die Ansteckungsgefahr bei Durchfallerkrankungen ist extrem hoch. Um die gegenseitige Ansteckung durch Krankheit zu verhindern, sollten kranke Babys unbedingt zu Hause bleiben.