Altersgerechtes Wohnen

h2>Demografischer Wandel und seine Folgen

jeder Mensch hat unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie er leben und wohnen möchte, ganz besonders auch im Alter. Die meisten Menschen sind sich darüber einige, dass sie auch im hohen Altern noch möglichst selbstständig, unabhängig und ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein leben möchten. Wer sicherstelle möchte, dass es ihm im Alter auch gut geht, der sollte sich rechtzeitig über die möglichen Wohnformen im Alter informieren.

Es ist nicht erst seit heute bekannt, dass sich unsere Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten vor Grund auf verändern wird. Der Demografische Wandel wird insbesondere die Altersstruktur unserer Gesellschaft grundlegend verändern. Laut den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird im Jahr 2050 jeder dritte Deutsche 60 Jahre oder noch älter sein. Diese demografische Entwicklung stellt eine Herausforderung für das Gesundheitssystem der Bundesrepublik dar und erfordert zudem völlig neue und zukunftsorientierte Wohn- und Lebensformen für unseren älteren Mitbürger. Aufgrund der steigenden Anzahl älterer Menschen steigt auch der Bedarf an gut ausgebildeten Pflegekräften und entsprechenden Einrichtungen in Deutschland. Je älter ein Mensch wird, desto höher ist sein Risiko, in Abhängigkeit von Pflege und Unterstützung zu sein. Heutzutage werden viele ältere Pflegebedürftige von ihren Angehörigen unterstützt. In einigen Jahren wird das jedoch nicht mehr in diesem Umfang möglich sein. Aufgrund der konstant sinkenden Geburtenzahlen wird es in Zukunft immer weniger junge Menschen geben. Jeder einzelne sollte sich aus diesem Grund rechtzeitig mit den möglichen Wohn- und Lebensformen im Alter auseinandersetzen.

Zu Hause wohnen im Alter

Viele Menschen haben dem Wunsch, bis in ein hohes Alter in ihrem eigenen Haus oder ihrer eigenen Wohnung zu bleiben. Das zu Hause gewinnt mit steigendem Alter eine zunehmen wichtigere Bedeutung. Im hohen Alter wird die eigene Wohnung allmählich zum Lebensmittelpunkt. Man geht nicht mehr zur Arbeit und verlässt die Wohnung nicht mehr so oft wie früher. Dies trifft besonders auf alte Menschen zu, die sich nicht mehr so gut bewegen können. Da die meiste Zeit des Tages im Alter also in der eigenen Wohnung verbracht wird, bestimmt der Wohnraum über die Lebensqualität.

Viele Senioren lehnen es ab, in ein Pflegeheim um zu ziehen. Sie möchten ihr gewohntes Wohnumfeld behalten und empfinde die Atmosphäre in Altenheimen in vielen Fällen als bedrückend. Um weiterhin möglichst selbst bestimmt in den eigenen vier Wänden leben zu können, sollte einiges beachtet werden.

Anpassung des Wohnraumes

Wer im Alter weiterhin zu Hause wohnen möchte, solle prüfen lassen, inwieweit die eigene Wohnung altersgerecht ist. Im Alter verändern sich die Bedürfnisse an den eigenen Wohnraum, die Wohnung muss dementsprechend angepasst werden.

Eine Wohnungsanpassung eignet sich für ältere Menschen, die nicht schwer pflegebedürftig sind und zudem über genügend soziale Kontakte verfügen, damit sie nicht vereinsamen. Die meisten Wohnungen sind vor vornherein nicht ausreichend für das Leben im Alter ausgestattet. In vielen Fällen haben sie Hindernisse wie Treppenstufen oder gefährliche Stolperfallen wie lose Teppiche, die mit Teppichkleber am Fußboden befestigt werden sollten. Besonders im Badezimmer können medizinische Hebevorrichtungen alten und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkten Menschen eine große Hilfe sein. Sie erleichtern zum Beispiel nicht nur das Ein- und Aussteigen aus hohen Badewannen, sondern vermindern zugleich die Rutschgefahr und somit das Unfallrisiko. Auf diese Weise können ältere Menschen sich in der eigenen Wohnung ohne fremde Hilfe weitestgehend frei bewegen.